PCOS - Was ist das?

PCOS? Noch nie gehört!

Viel zu wenige Menschen wissen bislang etwas mit dem Begriff Polyzystisches Ovarsyndrom (Kurz: PCOS) anzufangen – und das, obwohl circa eine von zehn Frauen im Laufe ihres Lebens darunter leidet. Schätzungen gehen zudem davon aus, dass ungefähr 50% der Frauen mit PCOS ohne entsprechende Diagnose bleiben. Neben einer Vielzahl an Symptomen, welche PCOS-Patientinnen aufweisen, wird das Syndrom auch als eine der Hauptursachen für Unfruchtbarkeit identifiziert. Umso wichtiger ist es, dass dem Thema mehr Aufmerksamkeit geschenkt wird. 

 

Was ist PCOS genau?

 

PCOS ist eine sogenannte Endokrinopathie. Unter diesen Begriff fallen Erkrankungen, die sich auf das endokrine System auswirken, wodurch die Produktion, Regulation und Wirkung von Hormonen aus dem Gleichgewicht gebracht wird. Für die Diagnose PCOS bedarf es nach Definition der European Society of Human Reproduction and Embryology der Erfüllung von mindestens zwei von drei der folgenden Kriterien:

 

  • Hyperandrogenämie, also eine Überproduktion jener Hormone, die zur Entwicklung männlicher Geschlechtsmerkmale beitragen
  • Zyklusstörungen und ein Ausbleiben des Eisprungs
  • eine Vielzahl an Eizellbläschen in den Eierstöcken, die auf Ultraschallbildern häufig einer Perlenkette ähneln 

 

Aus diesen Anomalien ergeben sich eine Reihe weiterer Symptome, die typisch für Frauen mit PCOS sind. Die häufigsten Symptome dabei sind 

    • starke Gewichtszunahme
    • Insulinresistenz
    • übermäßiger Haarwuchs an Körper und Gesicht
    • starke Akne
    • Haarausfall an typisch männlichen Stellen, z.B. Oberkopf
    • Angststörungen und Depressionen
    • Unfruchtbarkeit

 

Wie wird PCOS behandelt?

 

Da sich PCOS bei Patientinnen durch viele unterschiedliche Symptome äußert, gibt es bislang keine einheitliche Behandlung des Syndroms. Die Therapie wird daher immer individuell auf die Patientin und ihre Hauptbeschwerden und -symptome abgestimmt. In den meisten Fällen wird versucht, das hormonelle Gleichgewicht durch die Gabe hormoneller Verhütungsmittel wieder herzustellen.

Da gerade die häufig auftretende Insulinresistenz auch mit Übergewicht in Zusammenhang steht, empfiehlt es sich zudem auf eine gesunde Ernährung zu achten und insbesondere zucker – und kohlenhydratreiche Speisen zu meiden. Mehr dazu, wie sich ein ganzheitliches Ernährungskonzept auf das Thema Fruchtbarkeit auswirken kann, erfahrt ihr hier.